L'Essentiel: Belgier parken ihre Reichtümer in Luxemburg

LUXEMBURG – Die 100 reichsten Belgier sollen ein gigantisches Vermögen in Briefkastenfirmen in Luxemburg investiert haben. Das melden die Zeitungen «Le Soir» und «De Tijd».
Die belgischen Tageszeitungen Le Soir und De Tijd nehmen Luxemburg ins Visier: In einem Bericht ist die Rede von einem «Jardin fiscal» («Steuergarten»). Die reichsten Belgier würden sich im Großherzogtum «einer freizügigeren Finanzgesetzgebung zuwenden». Auf Basis von Daten aus dem Luxemburger Handelsregister haben die zwei Zeitungen die Geschäftsaktivitäten der hundert reichsten Familien in Belgien durchleuchtet.

Laut Angaben von De Tijd haben die 100 reichsten Belgier 48 Milliarden Euro über Briefkastenfirmen in Luxemburg geparkt. Die meisten dieser Unternehmen würden demnach pro Jahr nicht mehr als 4815 Euro Steuern zahlen. «Das ist zwar nicht viel», sagt der Steuerexpperte Denis-Emmanuel Philippe. «Aber wenn sie diese Summe mal 50.000 Unternehmen multiplizieren, stellt dies ein nicht unerhebliches Einkommen für den Staat Luxemburg dar.»


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